Bundesverband Kalksandsteinindustrie e. V.

Einbruchhemmung

Alle zwei Minuten passiert in Deutschland ein Einbruch. Die Summe der jährlich durch Einbrüche in Wohnungen und Gewerbe verursachten Schäden beträgt rund 650 Mio. €, davon 410 Mio. € allein im privaten Bereich. Der durchschnittliche Schaden eines Einbruchs im privaten Bereich beträgt dabei rund 1.000 €. Bei Gewerbeobjekten beträgt der Durchschnittsschaden ca. 2.600 €. Der Einbruchschutz eines Gebäudes wird zu einem wichtigen Qualitätskriterium. Bei Gewerbetreibenden kann der Schaden eines Einbruchs (Verlust von Daten durch Zerstörung oder Diebstahl ganzer Büroausstattungen inklusive Computern und Servern) den unternehmerischen Ruin bedeuten. Einbrecher haben nur wenige Minuten Zeit, um in das Gebäude zu gelangen. Fenster und Türen sind die bevorzugten Angriffspunkte. Nach ca. fünf Minuten gibt der Einbrecher auf.

Anforderungen an die umgebenden Wände einbruchhemmender Bauteile wie Fenster, Türen und Abschlüsse (sowie das zu erwartende Täterverhalten) sind in DIN EN 1627:2011-09 beschrieben.
Gegenüber der Vorgängernorm DIN V 1627:1999 hat sich die Bezeichnung der Widerstandsklassen geändert. Alte Prüfzeugnisse dürfen im Allgemeinen weiter benutzt werden, da im Nationalen Anhang (NA) der Norm eine Korrelationstabelle angegeben ist. Die Korrelation mit den Widerstandsklassen nach der alten Norm ist in der Tafel mit angegeben.
Die Widerstandsklassen RC 2 und RC 3 sind für den privaten Bereich üblicherweise ausreichend [17]. Dies gilt auch für übliche Gewerbebauten und öffentliche Objekte mit geringem und durchschnittlichem Risiko.

Widerstandsklassen in Abhängigkeit vom Täterverhalten

Mit üblichen Wandkonstruktionen aus Kalksandstein können alle Einbruchswiderstandklassen realisiert werden können.

Zuordnung der Widerstandsklassen von einbruchhemmenden Bauteilen zu Massivwänden nach DIN EN 1627:2011-09/NA

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