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Auch wenn sich niemand einen Hausbrand wünscht – beim Hausbau muss er zum Schutz der Bewohner einkalkuliert werden. Daher sollten die eingesetzten Baumaterialien nichtbrennbar sein. Für einige Anwendungen sind sogar spezielle gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, die in den Landesbauordnungen festgelegt sind.
Nicht ohne Grund ist durch die verheerenden Brandkatastrophen in den zurückliegenden Jahrhunderten der Siegeszug des massiven Bauens zu verzeichnen. Diese Baukultur zeigt in Europa neben dem Aspekt Brandschutz natürlich auch andere Vorzüge im Gegensatz zum Leichtbau (z.B. Schallschutz).
Gut beraten ist, wer mit Kalksandstein baut. Dieses Material hält dem Feuer stand.
Mauerwerk aus Kalksandstein wird nach DIN 4102 in die Baustoffklasse A eingestuft und ist nicht brennbar. Mit Erfüllung der DIN 4102 hat Kalksandstein die wichtigste Hürde zum Beweis seiner Feuerfestigkeit genommen. Schon geringe Wanddicken bieten hohen Brandschutz: z.B. erreichen schon 11,5 cm dicke tragende Kalksandstein-Wände die Feuerwiderstandsklasse F90-A.
Feuerfest gebaut – von der Versicherung belohnt
Nicht zuletzt lässt sich durch die Verwendung von Kalksandstein bei der späteren Gebäudeversicherung eine Menge Geld sparen. Bauteile aus Kalksandstein-Mauerwerk werden in die günstige Rabatt-Klasse (R) eingestuft, wodurch sich bei einigen Versicherungen eine Ersparnis von mindestens 10 % auf die Prämie ergibt.
Klassifizierung der Baustoffe nach Brennbarkeit:
A = nicht brennbare Baustoffe
A1 = ohne Entflammung
A2 = Entflammung ‹20 s
B = brennbare Baustoffe
B1 = schwer entflammbare Baustoffe
B2 = normal entflammbare Baustoffe
B3 = leicht entflammbare Baustoffe