Bundesverband Kalksandsteinindustrie e. V.

Wirtschaftsbau

Für Wirtschaftsbauten wie Industriehallen, Werkstattgebäude, landwirtschaftliche Gebäude usw. eignen sich Kalksandsteine besonders gut. 

Kalksandsteine sind

  • robust, dauerhaft beständig und widerstandsfähig auch gegen mechanische Beanspruchungen im Industriebereich,
  • wegen ihrer hohen Steindruckfestigkeitsklassen von üblicherweise 12 oder 20 für  hochbelastbares Mauerwerk geeignet,
  • hart (widerstandsfähige Oberfläche) und wegen ihrer hohen Maßgenauigkeit und ihrer planebenen Oberfl ächen für sichtbar bleibendes Mauerwerk außen und innen anwendbar,
  • nichtbrennbar – Baustoffklasse A nach DIN 4102 bzw. europäischer Klasse A1 oder A2-s1,d0 nach DIN EN 13501-1 – und erfüllen damit auch hohe Brandschutzanforderungen in wirtschaftlichen Wanddicken,
  • vorzüglich schalldämmend bei hohen Steinrohdichteklassen (z.B. RDK 2,0).

Bei Gebäuden mit niedrigen Innentemperaturen oder Bauwerken ohne Anforderungen an den Wärmeschutz – wie z.B. Wirtschafts- und Industriegebäude oder landwirtschaftliche Bauten – können neben den üblichen KS-Außenwänden auch einschalige KS-Außenwände ohne Wärmedämmung eingesetzt werden.

KS-Außenwandkonstruktionen für Wirtschaftsbauten, Beispiele

Einschalige Außenwände ohne Wärmedämmung haben neben den Anforderungen an die Standsicherheit insbesondere die Funktion des Witterungsschutzes. Dabei kann zwischen folgenden Konstruktionen unterschieden werden:  

Bei verputzten einschaliges KS-Außenwänden können Kalksandsteine nach DIN V 106 verwendet werden, da der Witterungsschutz durch den Außenputz erfüllt wird. Der Außenputz ist bei hoher Schlagregenbeanspruchung wasserabweisend einzustellen.

Bei einschaligem KS-Verblendmauerwerk wird der Witterungsschutz durch die außen liegende Steinreihe und die Schalenfuge bestimmt. Nach DIN EN 1996-1-1/NA muss jede Mauerschicht mindestens zwei Steinreihen gleicher Höhe aufweisen, zwischen denen eine durchgehende, schichtweise versetzte, hohlraumfrei vermörtelte, 20 mm dicke Längsfuge (Schalenfuge) verläuft. Die Mindestwanddicke beträgt 310 mm. Alle Fugen müssen vollfugig und kraftschlüssig vermörtelt werden. Die äußere Steinreihe ist aus frostwiderstandsfähigen KS-Verblendern auszuführen. Bei einschaligem Verblendmauerwerk gehört die Verblendung zum tragenden Querschnitt. Nach DIN EN 1996-1-1/NA ergibt sich die zulässige Beanspruchung aus der im Querschnitt verwendeten niedrigsten Steindruckfestigkeitsklasse. Die Verfugung sollte als Fugenglattstrich oder als nachträgliche Verfugung kantenbündig mit der KS-Verblender-Oberfläche ausgeführt werden.

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