KS-Nord e.V.

Ausführung der Abdichtung

Abdichtung von Außenwandflächen
Abdichtung mit Bitumenheißaufstrichen

Für den Grundmauerschutz nicht unterkellerter Gebäude können Heißbitumenaufstriche verwendet werden, die aus einem kaltflüssigen Voranstrich und mindestens zwei heißflüssigen Deckaufstrichen herzustellen sind. Die Endschichtdicke muss im Mittel 2,5 mm betragen, an der ungünstigsten Stelle darf sie nicht geringer als 1,5 mm sein.

Abdichtung mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (KMB)

Kalksandstein-Mauerwerk ist als Untergrund für KMB sehr gut geeignet. Unterputze und egalisierende Kratzspachtelungen sind in der Regel nicht erforderlich. Die allgemeinen Anforderungen an die Untergründe von Abdichtungen wie Frostfreiheit und Oberflächentrockenheit müssen erfüllt werden.

Herstellen der Hohlkehle. Querschnittsabdichtung mit Dichtschlämme.  (Foto:quick-mix)

Aufziehen der kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtung mit der Glättkelle.  (Foto:quick-mix)

Glattziehen der Hohlkehle mit der Zungenkelle.  (Foto:quick-mix)

Selbstverständlich ist es, dass nicht verschlossene Vertiefungen über 5 mm Tiefe (z.B. Mörteltaschen) sowie über 5 mm breit aufklaffende Stoß- und Lagerfugen sowie Ausbrüche mit Mörtel zu schließen sind.

Die KMB ist in mindestens zwei Arbeitsgängen aufzubringen. Der Auftrag kann beim Lastfall Bodenfeuchtigkeit frisch auf frisch erfolgen und die Trockenschichtdicke muss mindestens 3 mm betragen. Die dazu erforderliche Nass-Schichtdicke muss vom Hersteller angegeben werden. Diese sollte an keiner Stelle um mehr als 100 % überschritten werden, da sonst Durchtrocknungsprobleme entstehen.

Bis zum Erreichen der Regenfestigkeit muss die Fläche vor Regeneinwirkung geschützt werden. Wasserbelastung und Frosteinwirkung sind bis zur Durchtrocknung der Beschichtung möglichst auszuschließen.

Unterkellertes Gebäude mit Wohnraum im Untergeschoss; Wärmeschutz mit Perimeterdämmung; Abdichtung durch KMB.

KS-Lexikon

Infomaterial