KS-Nord e.V.

KS Stürze

KS Stürze sind vorgefertigte Bauteile zur Öffnungsüberdeckung. Dabei wird zwischen KS Flachstürzen und KS-Fertigteilstürzen unterschieden:

  • Bei KS Flachstürzen (h < 12,5 cm) wird die Zugzone im Werk vorgefertigt; die Druckzone wird z.B. durch Übermauerung auf der Baustelle hergestellt.
  • KS Fertigteilstürzen (h > 12,5 cm) werden einschließlich der Übermauerung für ein konkretes Objekt im Werk vorgefertigt und auf der Baustelle als Fertigbauteil verlegt.

Beispiele für KS Flachstürze nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (abZ)

Flachstürze dienen zur Überspannung von kleinen Öffnungen (z.B. Fenster, Türen etc.) in Wänden und bestehen aus einem werkseitig vorgefertigten Zuggurt der aus KS-Formschalen, Beton und Bewehrung besteht und einer örtlich hergestellten Druckzone aus Mauerwerk oder Beton.

Die Bemessung des Flachsturzes erfolgt mit Hilfe von Bemessungstafeln auf der Grundlage typengeprüfter statischer Berechnungen der Hersteller.
KS-Flachstürze sind nur bei vorwiegend ruhender Belastung zu verwenden. Eine direkte Belastung durch Einzellasten (z.B. Stiele unter Dachpfetten) ist nicht zulässig.

Anforderungen an die Ausführung

Während der Montage sind Flachstürze mit einer lichten Öffnungsweite über 1,25 m einmal, über 2,50 m zweimal zu unterstützen.

Bei Überdeckung der Stürze mit Mauerwerk sind die Stoßfugen zu vermörteln, damit sich ein Druckgewölbe ausbilden kann.

Bei Verblendmauerwerk sind sowohl für den Flachsturz selbst wie auch für die Übermauerung frostwiderstandsfähige Steine nach DIN V 106 zu verwenden. Die Mörtelfugen sind bei diesen Stürzen in der Regel im äußeren Steinbereich ausgespart und mit Hartschaumstreifen versehen. Diese werden bei der Verfugung des Sichtmauerwerks herausgenommen, und die Fugen können gleichmäßig mit einem Fugenmörtel im Sturz- und normalen Mauerbereich ausgefüllt werden.

Beispiel für einen KS Fertigteilsturz nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (abZ)

Als Alternative zu Flachstürzen kommen im Hintermauerbereich KS Fertigteilstürze zur Anwendung, deren Nennlängen zwischen 1 m und 2 m liegen. Bei diesen Stürzen ist im Vergleich zu den Flachstürzen die Übermauerung aus KS XL (Druckzone mit vermörtelter Stoßfuge) Bestandteil des Sturzes.

Die KS Fertigteilstürze werden im Herstellwerk so gefertigt, dass der gesamte Zwischenraum zwischen der Oberkante der Wandöffnung und der Decke bereits ausgefüllt ist. Eine Anpassung der Sturzhöhe an die örtlichen Gegebenheiten auf der Baustelle, beispielsweise durch eine weitere Übermauerung, ist nicht mehr erforderlich.

Die Montage der Stürze erfolgt im Zuge des Versetzens der KS XL ebenfalls mit einem Versetzgerät, so dass es zu keiner Unterbrechung des Arbeitsablaufes kommt. Hierdurch kann auch im Wandöffnungsbereich die rationelle Herstellung von KS XL Mauerwerk erreicht werden.

KS-Lexikon

Infomaterial

  • Produktprogramm des KS-Nord e.V.
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