KS-Süd e.V.

Energieeffizienz attraktiv gefördert

Um die Heizkostensteigerungen in Grenzen zu halten und um das politische Ziel zur Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen, sind einerseits kontinuierlich die gesetzlichen Bestimmungen verschärft worden. Andererseits werden über Bonusregelungen zusätzliche Anreize zur Energieeinsparung geboten.

KS-Effizienzhäuser werden gefördert.

Ein Effizienzhaus mit Kalksandstein zu bauen, ist einfach. Denn durch die außenliegende Dämmschicht und tragende KS-Mauerwerk wird die Wandkonstruktion nicht nur schlanker, sondern ist auch flexibel anpassbar. Wärmebrücken, die bei monolithischen Wänden mit Zusatzdämmung gemildert werden müssen, wie z. B. einbindende Stahlbetondecken oder Innenwände, rücken bei der funktionsgetrennten KS-Wand in den Hintergrund. Der Wärmedämmstoff ist fester Bestandteil der Kalksandstein-Wandkonstruktion. Zusatzaufwand oder Zusatzkosten treten deshalb bei Kalksandstein nicht auf.

Reihenhäuser mit zweischaligen KS-Außenwänden

Jede Wohneinheit kann von der KfW gefördert werden. Bei Reihenhäusern jedes Haus, bei Mehrfamilienhäusern jede Wohnung und bei Wohnheimen (z.B. für Studenten oder alte Menschen) ebenfalls jede abgeschlossene Wohneinheit.

Energieeinsparung : Gesetz (EnEG) und Verordnung (EnEV)

Die Novellierung der erstmals 2002 erlassenen Energieeinsparverordnung ist am 21. November 2013 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und trat am 1. Mai 2014 in Kraft. Grund der Novellierung war die Umsetzung der 2010 neu gefassten EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) sowie das bereits geänderte Energieeinsparungsgesetz (EnEG).

Das geänderte EnEG sieht außerdem eine Grundpflicht zur Errichtung von Neubauten im "Niedrigstenergiegebäudestandard" (Behördengebäude ab 2019, alle übrigen Neubauten ab 2021) vor.

Ziel der neuen Verordnung (EnEV) ist u.a. eine angemessene und wirtschaftlich vertretbare Anhebung (gegenüber EnEV 2009) von energetischen Anforderungen an Neubauten seit dem 1. Januar 2016 um durchschnittlich 25 % des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs und um durchschnittlich 20 % bei der Wärmedämmung der Gebäudehülle - dem sog. zulässigen Wärmedurchgangskoeffizienten.

Außerdem sind Verkäufer und Vermieter von Immobilien verpflichtet, den Energieausweis an Käufer bzw. Mieter zu übergeben. Der Energieausweis muss bereits bei der Besichtigung vorgelegt werden.

Zielsetzung eines Energiekonzepts –unabhängig von der jeweils aktuellen Anforderung- muss es sein, durch passive baukonstruktive Maßnahmen den Energiebedarf zu reduzieren, um auf aufwendige Anlagentechnik verzichten zu können. Nach dem Erneuerbare-Energie-Wärme-Gesetz ist aber ein Mindestwert an erneuerbarer Energie zur Deckung des Heizwärme- bzw. Kühlbedarfs beim Neubau zu erfüllen. Dabei gilt stets das Wirtschaftlichkeitsgebot.

Außenwandkonstruktionen aus Kalksandstein sind besonders geeignet, alle Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz zu erfüllen. Hierdurch kann der Heizwärmebedarf bis auf einen Passivhausstandard oder auf einen Nullheizenergiestandard reduziert werden.

KS-Außenwandkonstruktionen für beheizte Gebäude

 

Effizienter Umweltschutz wird belohnt.

Die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geförderten Effizienzhaus-Standards sind noch ambitionierter als die Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Die Vorgaben der EnEV basieren auf einem Referenzgebäude im Neubau. Die Zahl in der Benennung des Effizienzhauses gibt den prozentualen Anteil des zulässigen Primärenergiebedarfs bezogen auf das Referenzgebäude der EnEV 2014 an. Das KfW-Effizienzhaus 55 darf damit maximal 55 % des zul. Primärenergiebedarfs des Referenzgebäudes der EnEV 2014 aufweisen.

Förderung des Neubaus von besonders energiesparenden Gebäuden im KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“ KfW-Nr. 153 und 154 Förderung des Neubaus von besonders energiesparenden Gebäuden in 3 Standards (Stand: 04.2016):

  • KfW-Effizienzhaus 40 Plus (60% unter EnEV 2014-Neubauniveau, zzgl. "Pluspaket")
  • KfW-Effizienzhaus 40 (60% unter EnEV 2014-Neubauniveau) und Passivhaus
  • KfW-Effizienzhaus 55 (45% unter EnEV 2014-Neubauniveau)

Die Anforderungen sind bezogen auf den Primärenergiebedarf. Zusätzlich sind jeweils höhere Anforderungen an die Gebäudehülle, ausgedrückt durch den Transmissionswärmeverlust, einzuhalten.

Die Förderung erfolgt durch zinsgünstiges Darlehen von max. 100.000 €/Wohneinheit für die energetisch bedingten Maßnahmen und zusätzlich ggf. Tilgungszuschüsse.

Der Transmissionswärmeverlust wird durch die Bilanzierung von Wärmeverlusten über die wärmetauschende Oberfläche des Gebäudes und Wärmegewinnen (solare und interne) ermittelt und berücksichtigt auch Wärmeverluste über Wärmebrücken. Er  kennzeichnet – unter Berücksichtigung definierter Nutzungsbedingungen – die wärmeschutztechnische Qualität der Gebäudehülle.

Der Endenergiebedarf ist die Energiemenge, die für die Gebäudebeheizung unter Berücksichtigung des Heizwärmebedarfs –bilanziert aus den Transmissionswärmeverlusten und Lüftungswärmeverlusten-  und den Verlusten des Heizungssystems sowie des Warmwasserwärmebedarfs und der Verluste des Warmwasserbereitungssystems aufgebracht werden muss. Eingeschlossen ist die benötigte Hilfsenergie zum Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung usw.).

Der Primärenergiebedarf berücksichtigt zusätzlich zum Endenergiebedarf die Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten außerhalb der Systemgrenze „Gebäude“ entsteht. Zusätzlicher Energieaufwand entsteht bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe.

Die Kosten zur Deckung des Endenergiebedarfs (Heizung, Warmwasser etc.)  sind nicht von der Höhe des Primärenergiebedarfs abhängig, sondern vor allem von der Höhe des Endenergiebedarfs und den jeweiligen Kosten für die eingesetzten Brennstoffe (Öl, Gas, Strom etc.).

Ein guter baulicher Wärmeschutz, wie dies bei den hochwärmedämmenden und wärmespeichernden KS-Konstruktionen der Fall ist, ist die Grundvoraussetzung für energiesparendes Bauen und damit geringen Endenergiebedarf. Eine gute Anlagentechnik ist die zweite Anforderung zur Begrenzung des Endenergiebedarfs.

Wichtig: Förderung rechtzeitig beantragen !

Neben der Förderung von Effizienzhäusern gibt es eine Fülle an weiteren Fördermöglichkeiten auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene. Deshalb sind mit Planer und Hausbank im Vorfeld des Bauvorhabens die Fördermöglichkeiten zu prüfen.

Weitere Informationen und Empfehlungen für KS-Effizienzhäuser :

www.kfw.de
www.foerderdata.de

Wichtig ist, dass vor Baubeginn die Förderung beantragt wird und in der Planung berücksichtigt ist.

KALKSANDSTEIN KfW-Merkblatt (PDF, 856 KB)

KS-Lexikon

Infomaterial