KS-Süd e.V.

KS-Schallschutzrechner – Zeitgemäße Schallschutzplanung

Die rechnerische Dimensionierung des Schallschutzes erfolgte nach dem bisherigen Verfahren gemäß DIN 4109 Beiblatt 1 im Wesentlichen in Abhängigkeit von der flächenbezogenen Masse des Trennbauteils. Weitere Parameter, die einen maßgeblichen Einfluss auf den tatsächlich erreichbaren Schallschutz haben, wurden außer Acht gelassen oder nur pauschal berücksichtigt. Daher ist dieses Verfahren in seinem Anwendungsbereich und seiner Prognose-Genauigkeit deutlichen Einschränkungen unterlegen.

Der KS-Schallschutzrechner (Download hier) berücksichtigt dagegen alle Einflussparameter des Rechenverfahrens von E DIN 4109-2:2013.

Von der Bauteileigenschaft Rw zur Gebäudeeigenschaft R’w

Bei der horizontalen Schallübertragung können „Einschaliges Trennbauteil“ und „Zweischalige Haustrennwand“ ausgewählt werden. Bei der vertikalen Schallübertragung (Decke) ist ein Nachweis des Luftschallschutzes und des Trittschallschutzes möglich. Zur möglichst genauen Modellierung der Bausituation stehen verschiedene Stoßstellenausbildungen zur Verfügung.

Eine Eingabe von Leichtbaukonstruktionen (aus einer Datenbank oder manuellen Eingabe) ist ebenso möglich wie ein Raumversatz.

Mit grafischer Ergebnisdarstellung können Schwachstellen schnell identifiziert oder Bauteile optimiert werden. Einsicht in  Zwischenergebnisse der einzelnen Bauteile ist möglich. Eigene  Bauteile können modelliert werden z.B. mit Eingaben aus allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen (abZ).

Auch ein Nachweis gegen Außenlärm und die Berücksichtigung von Spektrum-Anpassungswerten ist möglich.

Im Rechenmodell berücksichtigte Einflussparameter

Sicherheitsabschlag

Die Eigenschaften der verwendeten Baustoffe und die Qualität der Bauausführung sind Schwankungen unterlegen. Deshalb wird die Prognose der Schalldämmung mit einem so genannten Sicherheitsabschlag, früher Vorhaltemaß,  uprog versehen (E DIN 4109 spricht in diesem Zusammenhang von „Prognose-Unsicherheit“). Der Sicherheitsabschlag berücksichtigt die Unsicherheiten infolge dieser Schwankungen und reduziert das prognostizierte Schalldämm- Maß. Dadurch liegt der schalltechnische Nachweis „auf der sicheren Seite“. Der Sicherheitsabschlag beträgt (ohne genaueren Nachweis) für die Luftschalldämmung 2 dB und für die Trittschalldämmung 3 dB als Zuschlag. Wird ein Nachweis zu bauaufsichtlich relevanten Anforderungen geführt, so sind diese Sicherheitsabschläge verbindlich.

Langjährige durch schalltechnische Messungen abgesicherte Erfahrungen innerhalb der Kalksandsteinindustrie zeigen, dass der Sicherheitsabschlag unter bestimmten Bedingungen für privatrechtliche Anforderungen auf ein Maß von 1 dB reduziert werden kann, wenn der Planer über ausreichend Erfahrung im Bereich der schallschutztechnischen Planung und Realisierung  von Objekten in Kalksandstein- Bauweise verfügt.

Näheres siehe Broschüre „KALKSANDSTEIN – Schallschutz sicher geplant – einfach ausgeführt“

KS-Lexikon

Infomaterial