KS-Süd e.V.

Mauern

Der Begriff des „Mauerns“ steht für solide, dauerhafte Arbeit, die allen gestellten Anforderungen gerecht wird. Dies wird auch in der Umgangssprache deutlich: Wenn beim Fußball die Mauer richtig steht, ist sie stark und unüberwindbar.

Die wichtigsten Unterscheidungs-Kriterien

  • Verarbeitungsart:
    In der Regel ist die Art der Verarbeitung abhängig vom Steingewicht. Man unterscheidet das Mauern von Hand und das Mauern mit Versetzgerät.

  • Stoßfugenausbildung/ Stoßfugenvermörtelung:
    Von der Kalksandsteinindustrie werden neben den klassischen Kleinformaten mit glatten Stoßfugenausbildungen vor allem Steine mit Nut-Feder-System angeboten. Bei Steinen mit Nut-Feder-System (Kurzzeichen R für rationell) wird im Regelfall auf die Vermörtelung der Stoßfugen verzichtet.
     
  • Mörtelart: 
    Das Versetzen der Kalksandsteine erfolgt in Normalmauermörtel oder bevorzugt in Dünnbettmörtel.

Mauern von Hand und Mauern mit Versetzgerät

Die Unterschiede zwischen Mauern von Hand und Mauern mit Versetzgerät sind deutlich höher als die Unterteilung nach anderen Kriterien.

  • Die Handvermauerung hat insbesondere bei Sichtmauerwerk (innen und außen), als auch bei nachträglich zu errichtenden Fassaden (z.B. Sanierungen) seine Berechtigung.
  • Das Mauern mit großformatigen Steinen und Versetzgeräten hat den Arbeitsalltag und das Arbeitsbild des Maurers verändert. Die hohe Arbeitsleistung, die durch den Einsatz von maschinellen Versetzhilfen und Versetzgeräten erzielt werden kann, macht Mauerwerksbauten wirtschaftlich noch interessanter. Es gelten die gleichen grundsätzlichen Handwerksregeln wie bei der Handvermauerung.

KS-Lexikon

Infomaterial