KS-Süd e.V.

Chancen neuer Technologien

Die Planungsparameter der DIN 18040-2 Barrierefreies Bauen sind Vorgaben des Universal Design und des Komforts. Die Vorgaben dieser Strukturen sollten Grundlage für die Einbindung neuer Technologien sein. Dies gilt selbstverständlich nicht nur bezüglich des Bauens für ältere Menschen, sondern für das gesamte Spektrum des Wohnbaus.

Smart Home – Intelligentes Wohnen
Die Entwicklungen der letzten zwanzig Jahre in den Bereichen der EDV und Telekommunikation werden sich in naher Zukunft intensiv auf unsere Wohn- und Arbeitsbereiche auswirken. Bisher zeichnet sich Gebäudetechnik dadurch aus, dass jede Anwendung mit einer eigenen Regelung versehen ist, die eher nur in Ausnahmefällen mit übergeordneten Systemen angemessen kommunizieren kann. Das ist nicht nur unkomfortabel und teuer, sondern es führt auch zu schlechten Ergebnissen bei der Gebäuderegelung und erlaubt keine weiteren Funktionen. BUS-Systeme sind beim Gewerbebau seit etlichen Jahren auf dem Markt und werden auch bei einem größeren Teil der Gebäude installiert. Ziel ist, die Gebäudetechnik übergreifend steuern und kontrollieren zu können. 

Im Wohnungsbau sind bereits Systeme in zunehmend wirtschaftlicher Form verfügbar sein, die pro Wohneinheit auf einer kleinen Rechnereinheit basieren. Alle Regelfunktionen innerhalb der Wohnung können zentral erfolgen, so dass insbesondere in den Gebäudetechnik-Komponenten auf teure Einzel-Regelungen verzichtet werden kann. Sie werden an die Zentraleinheit angeschlossen und mittels Softwareeinspielung installiert. Ein vorhandenes Betriebssystem sorgt für die Einbindung von zahlreichen Funktionen wie Heizung, Warmwasserbereitung, Sonnenschutz, elektrischen Geräten bis hin zum Elektromanagement für erneuerbare Energien und allen Funktionen des Smart Grid. Internetfähigkeit ist ebenso gegeben wie die Regelung von außen z.B. über Smartphones.

Technologien für aktive Sicherheit

Spiegel als Touchscreen

Über die Regelfunktionen hinaus werden zahlreiche weitere Funktionen für die Wohnung oder das Gebäude ermöglicht wie z. B.:

  • Monitoring von Energieverbrauchswerten
  • Ferngesteuerte Systeme zur Abrechnung mit Zählerauslesung
  • Telekommunikation, IT-Anwendungen und Unterhaltungselektronik in jeglicher Form; Integrierte Funktionen ermöglichen die einfache Nutzung von Servicediensten für Nahversorgung, Einkauf, individualisierte Verkehrsangebote und für Kontakt zu Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialbereich.

Vor allem bei Gebäuden für ältere Menschen eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten für Betreuungs- und Pflegedienstleistungen, die auf einfachem Weg über diese Schnittstelle kommuniziert werden können. Dadurch können kostengünstige Optionen ebenso unterstützt werden wie ein hotelähnlicher Demand-Service auf höchstem Niveau.

Die Interaktion zwischen den verschiedenen technischen Möglichkeiten und sozialen Systemen unterliegt einem ständigen Anpassungs- und Verbesserungsprozess, mit dem Ziel, die Lebensqualität für alle beteiligten Menschen zu erhöhen.

Reihenhäuser

Seniorenwohnheim

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