KS-Süd e.V.

Vor Lärm geschützt

Zuhause wollen eigentlich alle ihre Ruhe haben. Nur dass jeder etwas anderes darunter versteht. Lärmempfinden ist individuell – sogar Ihre Lieblingsoper könnte in anderen Ohren Krach sein. Und leider sieht man einer Wand nicht an, ob sie einen vor akustischen Belästigungen schützt oder nicht. 
Wissenschaftlich ist belegt, dass Lärm nicht nur belästigt, sondern auch gesundheitlich belastet und zu chronischen Erkrankungen führen kann. Daher werden hohe Erwartungen an den Schallschutz gestellt.

Lärm stört und kann krank machen

Über 70 % der Bevölkerung fühlen sich nach einer Trendbefragung (aus 2008) durch Lärm gestört. Für eine deutliche Mehrheit (61 %) der Mieter und Besitzer ist Lärmbelästigung sogar ein Umzugsgrund. Knapp jeder Sechste hat aus diesem Anlass bereits die Wohnung oder das Haus gewechselt oder denkt darüber nach.

Wie sehr fühlen Sie sich in Ihrer Wohnung/Haus durch Lärm belästigt?

Würden Sie aufgrund von Lärmbelästigung einen Umzug in Erwägung ziehen?

Neben dem Lärm von Straßen und öffentlichen Verkehrsmitteln (ca. 35 %) fühlen sich die Bewohner indirekt oder direkt durch den Lärm der Nachbarn gestört.

Störende Lärmquellen

Kalksandstein bietet mit seiner hohen Rohdichte Wände mit besonders gutem Schallschutz.

Pauschal gilt: je schwerer die Wand, desto weniger Lärm kommt auf der anderen Seite an. Beim Schallschutz zählt das Gewicht (Masse) der Wand – d.h. die Rohdichte des Baumaterials. Die Wanddicke ist dabei nicht unbedingt entscheidend. Kalksandstein ist mit üblichen Steinrohdichteklassen (RDK) von 1,8 bis 2,0 leichteren Materialien weit voraus. Zum Vergleich: Porenbeton oder Leichthochlochziegel haben RDK-Werte von 0,4 bis 0,8. Kalksandsteinwände sind also etwa drei- bis viermal so schwer. Und bieten damit bei gleicher Dicke erheblich mehr Schutz vor Lärm.

Schallschutz mit Kalksandsteinwänden fängt dort an, wo andere bereits aufhören. So hat bereits eine 11,5 cm dicke Kalksandsteinwand der RDK 1,8 eine bessere Schalldämmung als eine 30 cm dicke Wand aus Steinen der RDK 0,6.

Empfehlungen für ausreichenden Schallschutz

Schallschutz mit Kalksandstein ist akustische Geborgenheit

Beispiele für realisierbaren Schallschutz mit KS-Wänden zeigen die Vorschläge der Kalksandsteinindustrie

Bauschalldämm-Maß R’w /Schallpegeldifferenz DnT,w für unterschiedliche Trennwandaufbauten in einer bestimmte Raumsituation (Raumhöhe 2,60m; Wandlänge 4,0m)

Sichere Prognose mit dem KS-Schallschutzrechner

Die Ermittlung der Bauschalldämm-Maße R’w bzw. der Schallpegeldifferenz DnT,w erfolgt mit dem KS-Schallschutzrechner. Mit Hilfe des KS-Schallschutzrechners können alle Einflussparameter für die Berechnung nach dem harmonisierten europäischen Verfahren nach E DIN 4109-2: 2013 berücksichtigt werden. Trotz der Vielzahl der zu berücksichtigenden Parameter ist die Handhabung einfach und intuitiv.

Download unter www.kalksandstein.de

Schallschutz ist nicht nachrüstbar – Vereinbaren Sie ERHÖHTEN SCHALLSCHUTZ auch im eigenen Wohnbereich

Bei der Entscheidung für die eigenen vier Wände ist die Frage nach dem Schallschutz also genauso wichtig, wie die nach Fliesen, Armaturen, Einbauküche oder anderen "inneren Werten". Im Gegensatz zu den Einrichtungsgegenständen lässt sich der Schallschutz im Nachhinein nicht mehr ändern. Schallschutz ist nicht nachrüstbar – jedenfalls nicht im vernünftigen finanziellen Rahmen.

An den Schallschutz im eigenen Wohnbereich werden in der Schallschutznorm DIN 4109 keine Anforderungen gestellt. Es wird davon ausgegangen, dass Lärmquellen im eigenen Wohnbereich selbst beeinflusst werden können und daher keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich sind. In der Praxis ist aber festzustellen, dass auch der Schallschutz im eigenen Wohn- und Arbeitsbereich ein wichtiges Kennzeichen für hohe Bauqualität ist. Denn nahezu alle Tätigkeiten des täglichen Lebens unter einem Dach sind mit mehr oder weniger starkem Lärm verbunden: Hausarbeiten, z.B. Staubsaugen, Kochen mit Dunstabzugshaube wie auch das Spielen im Kinder- oder Wohnzimmer etc.

Parallel zu diesen lauten Tätigkeiten besteht bei anderen Familienmitgliedern der Wunsch nach Ruhe für konzentrierte Tätigkeiten oder Erholung, z.B.: Schreibarbeiten Lernen, Lesen etc. Um die gleichzeitig stattfindenden „lauten“ und „leisen“ Tätigkeiten ohne gegenseitige Störung ausführen zu können, ist es wichtig, den Schallschutz im eigenen Wohnbereich zu planen. Hierzu zählt z. B. die Grundrissgestaltung, bei der „laute“ und „leise“ Räume sinnvoll angeordnet werden. Die unterschiedlichen Empfehlungen zum Schallschutz im eigenen Wohnbereich

Vorschläge für den Luftschallschutz im eigenen Wohnbereich (Wände ohne Türen)

Bei "normalem Schallschutz" nach DIN 4109 muss eine Wand im Wohnungsinneren nur 40 dB bieten. Das schafft schon eine 7 cm dicke Kalksandsteinwand (KS BP 7) mit beidseitigem Dünnlagenputz. Für den "erhöhten Schallschutz" nach Beiblatt 2 zu DIN 4109 muss die Wand 47 dB bringen.

Die Kalksandsteinindustrie empfiehlt dafür 15 cm dicke Kalksandsteinwände Rohdichteklasse 1,8 mit beidseitigem Dünnlagenputz. Diese „schweren“ Wände können bei der statischen Bemessung der Stahlbetondecken, durch einen erhöhten „Deckenzuschlag“ berücksichtigt werden, falls üblicherweise verwendete Zuschläge nicht ausreichen. Die Mehrkosten für den erhöhten Schallschutz sind gering und einmal gebaut, ist der Schallschutz gesichert – ein Leben lang.

Bewertetes Schalldämm-Maß R’w und
das Durchhören von Sprache

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