KS-West e.V.

Checkliste Baustelle

Ausführungsplanung im Baubüro

  • Leistungsverzeichnis-Vorbemerkungen auf Besonderheiten prüfen
  • alle Ausführungspläne vorhanden?
  • Übereinstimmung der LV-Positionen mit Ausführungszeichnungen prüfen
  • Terminplanung realistisch?
  • Personalbedarf festlegen
  • Geräte-/Maschinenbedarf festlegen
  • Materialbedarfslisten für die verschiedenen Ausführungsabschnitte
  • Material
    • Anlieferung mit Baustofflieferanten auf Montagezeiten abstimmen ("Just-in-time-Lieferung" zur Minimierung der Lagerflächen)
    • Verlegeplan nötig?
    • wer fertigt Pass-Stücke: KS-Werk oder Baustelle?
  • Baustelleneinrichtungsplan OK?
  • rationelle Arbeitstechniken nutzen:
    • Stumpfstoßtechnik, Verwendung von Flachankern
    • Dünnbettvermörtelung in der Lagerfuge
    • Reihenverlegung ohne Stoßfugenvermörtelung
    • bei Handvermauerung: Steine mit ergonomischen Griffhilfen verwenden
  • prüfen, ob (bausteIIengefertigte) Fertigteile statt Ortbeton eingesetzt werden können

Baustelleneinrichtungsplanung

  • Keine Behinderung durch andere Arbeitsgruppen?
  • Ist Platz vorhanden für die erforderlichen Materialien?
  • Materialbereitstellung (Steine + Mörtel)
  • Verlegepläne vorhanden und richtig?

Material und Hilfsmittel

  • Logistische Eckpunkte
    • Steinbereitstellung
    • Mörtelbereitstellung
    • Mörtelschlitten, andere Kleingeräte und Werkzeuge
    • Steinknacker
    • Mauerlehren, Mess- und Nivelliergeräte
    • Rollgerüste
    • Versetzgerät, Bügelgreifer
    • Zeitvorgaben und Zeiterfassung
  • Mauerlehren, Mörtelschlitten
    • Ecklehnen verwenden
    • Öffnungslehren verwenden
    • zu den Wanddicken passende Mörtelschlitten bereitstellen
  • Versetzgerät, Bügelgreifer, Steinpakete
    • Aufstellung des Versetzgerätes bis 5 m hinter der Mauer
    • Steine zwischen Kran und Mauer und möglichst dicht bereitstellen
    • Verfahrbarkeit parallel zur Wand gewährleisten
    • Keine Abstufungen mauern, sondern Minikran verfahren
    • Die Steinstapel müssen ohne Bewegen mit dem Greifer aufgenommen werden können
    • Die Sicherheitsbestimmungen der Bau-BG sind einzuhalten
  • Steinknacker
    • Aufstellung an der Verarbeitungsstelle
    • kurze Wege
    • Anschläge vorsehen

Arbeitsvorbereitung

  • Rohbauinformationen in die Werkpläne eintragen
    • genaue Materialbezeichnungen von Steinen und Mörtel für die Wände
    • ggf. Hinweise zur Verfugung
    • Höhensprünge in Fußboden oder Decke
    • Besonderheiten der ersten Schicht wie Dicke des Mörtelbetts bzw. einer erforderlichen Ausgleichsschicht, damit die geplante Geschosshöhe mit Normalsteinen und ohne weitere Ausgleichsschichten am oberen Mauerende erreicht werden kann
    • Ausbildung der Wandanschlüsse, spezielle Fenster- und Türsturzdetails
    • Formsteine, Rollladenkästen
    • Details wie Durchbrüche, Aussparungen, Brüstungshöhen, Sperrlagen in der Wand (z. B. im Keller)
  • Arbeitsablauf je Wand im Geschossgrundriss
    • Minikran-Standorte und Fahrtrouten
    • Standorte von Steinpaketen und Steinknackern
    • Standorte der Mauerlehren im Grundriss. Sicherstellen, dass sie die Maurerteams, den Materialtransport und die Standorte, Fahrwege des Versetzgerätes nicht behindern
    • Steinpakete für jede Mauer
    • Wanne für Normalmörtel für das Versetzen der Kimmschicht vorsehen
    • Wandabstand ca. 80 cm als freien Arbeits- und Verkehrsraum vor der Wand einhalten - abhängig von der Paketgröße der Steine und dem Platzbedarf für das Rollgerüst. Damit können Pass-Steine auf Rollbrett oder Karre sowie der Dünnbettmörteleimer flexibel bereitgestellt werden
    • Wenn die Stützen der Deckenschalung im unteren Geschoss nicht mehr stehen: Standorte der Steinpakete wegen der Deckenbelastung ggf. mit dem Statiker abstimmen
    • Platz für die Bereitstellung von Sondersteinen, Fertigteilen und Pass-Steinen
  • Dispositionsliste erstellen
    • Sondersteine, Fertigteile
    • Pass-Steine mit Größen- und Wandbezeichnung
    • Flachanker für den Stumpfstoß
    • Mauerlehren
    • Rollgerüste
    • Kleingeräte und Werkzeuge
    • Versetzgerät(e)
    • Greifzangen für die Steinversetzung
    • Krangreifer für den Transport der Steinpakete mit dem Turmdrehkran auf der Baustelle
    • Steinkörbe und Krangreifer bzw. Zangen zur Lieferung der Steine und zum Arbeitsablauf passend
  • Bestelliste erstellen
    • Steinmengen
    • Steintypen
    • Abmessungen und Rohdichten
    • Details über Verpackung, Steinstapel und Verarbeitung
  • Arbeitsvorbereitung am Arbeitsplatz
    • Zeichnungsinformationen auf den Boden übertragen
    • Steinbereitstellung vornehmen entsprechend Greifzange, Versetzgerät (Fahrweg, Reichweite), Maurer, Sicherheitsbestimmungen (Steinkorb)
    • Mörtelbereitstellung (fahrbare Mörtelkübel für die Kimmschicht Abstand von der Wand 60 -120 cm)

Erfolgskontrolle

  • Wenn die Baustelle läuft, sollte sich der Polier immer folgende Kontrollfragen stellen:
    • Werden Wartezeiten durch falsch bestelltes oder fehlendes Material, fehlende Hilfsmittel, anderweitig benötigten Turmdrehkran, fehlende Planunterlagen usw. systematisch vermieden?
    • Sind die Materiallieferungen so terminiert, dass sie die Baustelle nicht verstopfen und trotzdem der Nachschub funktioniert?
    • Werden die Steinpakete an den markierten Stellen bereitgestellt und verstopfen auch nicht die Geschossdecke?
    • Werden überzählige Steinpakete noch vor dem Einschalen der nächsten Decke bzw. vor dem Aufschlagen des Dachstuhls umgesetzt?
    • Werden vor dem Einschalen der nächsten Decke die Steine für die später zu erstellenden nicht tragenden Wände bereitgestellt?
    • Werden Pass-Steine am Einsatzort geknackt?
    • Werden die Mörtelschlitten konsequent eingesetzt und wird keine unnötige Zeit und Kraft durch Kellenauftrag vertan?
    • Sind die Mörtelkübel in richtigem Abstand an den Stellen aufgestellt, an denen ein zunächst "gehäuft gefüllter" Mörtelschlitten leer ankommt?
    • Sind die verfügbaren Mitarbeiter des Rohbauteams alle so eingesetzt, dass sich mit dem Stellen von Mauerlehren, dem Anlegen erster Steinschichten, Mörtel bereitstellen, Sägen und Feinarbeiten sowie allgemeinen Baustellenarbeiten ein lückenlos fließender Arbeitsprozess ergibt, ohne gegenseitige Behinderungen und "Unbeteiligte"?
    • Werden die vorgeschriebenen Flachanker für den Stumpfstoß im Hochmauem eingelegt?
    • Gelingt es, die Aufgaben des Maurerteams rotieren zu lassen? (... um eine gleichmäI3ige Belastung und damit insgesamt auch eine höhere Langzeitleistung zu erreichen)
    • Sammelt das Maurerteam in regelmäßigen Abständen (wenn ein neues Geschoss oder eine neue Baustelle angefangen wird) Lob für Erfolge und Ideen zur Verbesserung des Produktionsablaufs und der Produktionsrandbedingungen?
    • Werden die Steine so bereitgestellt, dass sie beim Mauern nicht behindern?
    • Sind sonstige Stolperfallen - aus der Bodenplatte herausragende Armierungseisen, Kabel, Bauholz, Schutt, kleine Steinstapel, Werkzeug usw. - entfernt und ist ein wirklich sauberer, ,,besenreiner" Arbeitsplatz gegeben?
    • Ist eine Kleinmulde für Bauabfälle auf der Geschossdecke bereitgestellt und wird sie auch genutzt?

KS-Lexikon

Infomaterial