KS-West e.V.

Herstellung

Produktion streng nach Reinheitsgebot: Kalk und Sand sind die beiden natürlichen Grundstoffe zur Fertigung hochwertiger Kalksandsteine. Dabei nimmt die Produktion im Zeitsprung vor, wofür die Natur Millionen von Jahren braucht. So ist die Struktur von natürlichem und im Werk hergestelltem Kalksandstein annähernd gleich.

Der moderne Produktionsprozess von Kalksandstein

Wesentliche Stationen der Kalksandsteinproduktion

1. Kalk und Sand aus den heimischen Abbaustätten werden im Werk in Silos gelagert. Die Rohstoffe werden nach Gewicht dosiert – und zwar etwa im Mischungsverhältnis Kalk : Sand = 1 : 12 –, intensiv miteinander gemischt und über eine Förderanlage in Reaktoren geleitet.

2. Hier löscht der Branntkalk unter Wasserverbrauch zu Kalkhydrat ab. Gegebenenfalls wird das Mischgut dann im Nachmischer auf Pressfeuchte gebracht.

3. Mit vollautomatisch arbeitenden Pressen werden die Steinrohlinge geformt und auf Härtewagen gestapelt.

Nach dem Mischen erfolgt das Pressen der Rohlinge

4. Es folgt dann das Härten der Rohlinge unter geringem Energieaufwand bei Temperaturen von ca. 200° C unter Wasserdampfdruck, je nach Steinformat etwa vier bis acht Stunden. Der Vorgang ist von der Natur abgeschaut. Beim Härtevorgang wird durch die heiße Wasserdampfatmosphäre Kieselsäure von der Oberfläche der Quarzsandkörner angelöst. Die Kieselsäure bildet mit dem Bindemittel Kalkhydrat kristalline Bindemittelphasen – die CSH-Phasen–, die auf die Sandkörner aufwachsen und diese fest miteinander verzahnen. Die beim Herstellungsprozess gebildeten Strukturen aus Kalk, Sand und Wasser sind dafür verantwortlich, dass der KS-Stein ein festes Gefüge hat. Es entstehen keine Schadstoffe.

Raster-Elektronen-Mikroskop-Aufnahme (REM) von Kalksandstein

5. Nach dem Härten und Abkühlen sind die Kalksandsteine gebrauchsfertig, eine werksseitige Vorlagerung ist nicht erforderlich.

Das Härten der Rohlinge erfolgt in Dampf-Härtekesseln (Autoklaven)

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