KS-West e.V.

Planung

Die Planung folgt der Nutzung. Sowohl bei Industrie- als auch bei Gewerbegebäuden resultieren die Grundrisslayouts und die Gebäudekubaturen aus den Abläufen der inneren und äußeren Prozesse. Diese Programmingmethodik hat sich als Planungsinstrument weitestgehend etabliert.

Bei der Industrie- und Gewerbebauplanung konkurrieren zwei Modelle um die bestmögliche Funktionalität und die geringsten Kosten:

Das Marktplatzmodell geht von der Annahme aus, eine große möglichst stützenfreie Halle zur Verfügung zu stellen. In dieser Halle werden alle notwendigen infrastrukturellen Komponenten entweder im Boden oder unter den Decken bzw. dem Dach vorgehalten. Das Modell bietet eine hohe Flexibilität bei hohen Grundkosten. Der Grundgedanke ist den städtischen Marktplätzen entlehnt, die bei freier Platzeinteilung alle Infrastrukturen von Strom, über Wasser, Abwasser, Zähleinrichtungen und WC-Anlagen vorhalten. Eventuell notwendige Unterteilungen können aus nicht tragenden KS-Wänden erstellt werden.

Nicht tragende Innenwände aus Kalksandstein unterteilen eine Halle in kleinere Einheiten

Die Modulbauweise stellt ein kleineres Stützenraster zur Verfügung. Das ist kostengünstiger. Medieninfrastrukturen werden bis zu der Gebäudegrenze geführt. Hier schließt sich jedes Modul – auf eigene Kosten des jeweiligen Nutzers bzw. Mieters – an. Das Modell zwingt dazu, alle Prozessabläufe in einheitlich große Module zu „zwängen“. Der Vorteil liegt in der hohen Kostensicherheit für den Bauherren und in der Abwälzung von Kosten auf die Mieter/Nutzer. Das Modulmodell ist ein klassisches Investorenmodell. Auch die Trennwände dieser einzelnen Module werden aus Brandschutzgründen oft aus Kalksandstein hergestellt.

Lageplan: Logistikhalle in Modulbauweise

Vielseitigkeit von Materialien

Insbesondere im Industriebau werden an die zu verwendenden Baumaterialien vielfältige Anforderungen gestellt. So werden immer wieder Materialien benötigt, welche in der Lage sind, sowohl klein- als auch großformatige Bauteile herzustellen. Hierzu bieten sich – sowohl im Neubau als auch bei Umbau- und Sanierungsmaßnahmen – Kalksandsteine an. Diese sehr exakten und maßhaltigen Steine mit hohem Schallschutz, hoher Festigkeit und der Brandschutzqualität A1 nach DIN 4102 – nicht brennbar – sind im Industriebau unverzichtbar. Sei es, um in chemischen Anlagen Abmauerungen auf Bodenplatten für Auffangwannen als Basis für die aufzubringenden Beschichtungssysteme zu erstellen, oder aber um ganze „Gerüstbauten“ auszufachen, also Stahlbetonskelettgebäude, deren Struktur fortwährend stehen bleibt und in denen lediglich die Nutzung und die Außen- und Innenwände umgebaut werden.

Die Gestaltung von Industriegebäuden wirkt durch die Verwendung von den immer gleichen Metallfassaden häufig monoton. Hieran ändern auch luftig aufgebrachte „Farbspiele“ wenig. Hier bietet Kalksandstein eine wohltuende Abwechslung. Die unterschiedlichsten Formate lassen sich ebenso zu lebendigen, bewegten Flächen als auch zu unterkühlten und harten Baukörpern formen. Hierbei sind die Gestaltungsmöglichkeiten nahezu unendlich. Verschiedene Mauerwerksverbände, z.B. der Kreuz- und Läuferverband, können hochwirtschaftlich als Sichtmauerwerk erstellt werden. Das Produkt ist dann ebenso oberflächenfertig wie Stahlblech und Beton. Es ist weder ein Putz noch ein Anstrich erforderlich.

Sichtmauerwerk Fugenglattstrich roh

Sichtmauerwerk mit Fugenglattstich - gestrichen

KS-Lexikon

Infomaterial