KS-West e.V.

Winterlicher Wärmeschutz

Das Konzept des „thermisch stabilen“ Gebäudes schließt auch einen sehr guten winterlichen Wärmeschutz ein. Werden die Wärmeverluste bei tiefer Außentemperatur gering gehalten, so bewirkt das nicht nur einen minimalen Heizenergiebedarf, es gewährleistet zugleich einen hohen thermischen Komfort.
Dies kann erreicht werden mit: sehr guter Wärmedämmung, einer kompakte Bauweise und der Minimierung von Wärmebrücken.

Passivhausfenster

Passivhaustür zum Flur

Wärmedämmung
Ökonomisch gesehen ist die Wärmedämmung eine Vorsorge gegen hohe energiebedingte Betriebskosten. In einer Gesamtkostenrechnung können die Kosten für Investitionen und Betrieb verglichen und gemeinsam bewertet werden. Durch besonders gute Dämmung des Gebäudes kann eine Vereinfachung bei der Heizanlage (Kesseltyp, Verteilsystem) möglich werden, was zu einem „Sprung“ bei den Kosten führt.

1) λ = 0,024 W/(m*K)

Die Kompaktheit spart Aufwand und Kosten. Als Wärmeschutzmaßnahme kann sie eine gute Wärmedämmung zwar nicht ersetzen, wohl aber sinnvoll ergänzen, insbesondere bei kleinen Gebäuden.

Jährliche Gesamtkosten für Beheizung

A/V-Verhältnis eines 10 m breiten Büro-Riegels mit je 3 m Geschosshöhe in Abhängigkeit von der BGF

Bei hohem Dämmstandard der flächigen Bauteile fallen Wärmeverluste durch Wärmebrücken an den Anschlüssen in viel höherem Maß ins Gewicht als bei früher üblichem Dämmstandard. Deshalb ist es sinnvoll, die Wärmebrücken aus energetischen Gründen zu vermindern. Hinweise gibt der KS-Wärmebrückenkatalog.

Ein Beispiel für diese „neuen“ Wärmebrücken sind herkömmliche Fensterrahmen, deren Wärmedämmung nicht die Werte heutiger Wärmeschutzverglasungen erreicht. Hochgedämmte Rahmen, deren Wärmedämmung auch den Randverbund des Glases abdeckt, sind in Ihrer Wärmedämmwirkung nahe an derjenigen von Dreischeibenwärmeschutzverglasungen, so dass Fenster mit UF < 1,0 W/(m²·K) möglich sind.

Fensteranschluss aus dem KS-Wärmebrückenkatalog

KS-Lexikon

Infomaterial