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    Werkberichte sind Beschreibungen des Bauvorhabens durch den Architekten.



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Passivhaus-Schule in Osnabrück

Das neue Schulgebäude ist Ende 2009 fertiggestellt worden. Es wurde von den ReindersArchitekten als erste Passivhausschule in Osnabrück geplant. Der Jahresheizwärmebedarf der Schule wird unter 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter liegen. Bei noch nicht sanierten Schulgebäuden aus den 60er, 70er Jahren beträgt der Jahresheizwärmebedarf in etwa 150 -250 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Der gesamte Jahresprimärenergiebedarf der neuen Herman-Nohl-Schule für Heizung, Brauchwasser, Lüftung und Strom soll 120 Kilowattstunden pro Quadratmeter nicht überschreiten.

Die Herman-Nohl-Schule zeigt zwei langgestreckte Riegel, die in einem Winkel von etwa 45Grad anschließen. Die Schule beherbergt den Primar- und Sekundarbereich und es gibt hier auch eigene Pausenhöfe. Im Schnittpunkt der zweigeschossigen Baukörper liegen Lehrerzimmer und Räume für die Schulleitung sowie eine zentrale Halle als Cafeteria und für Schulveranstaltungen. Die Herman-Nohl-Schule ist eine Förderschule, die sich besonders der emotionalen und sozialen Entwicklung der Schüler widmet.

Passivhaus-Schule in Osnabrück
Projektdaten
Nichtwohnbau: Kindergärten / Schulen und Unterrichtsgebäude
49088 Osnabrück
Passivhaus/Nullenergie- und Plusenergiehaus
Energiesparhaus
Außenwand: Wärmedämmverbundsystem
Sichtfläche außen: Putz
Architekt:

ReindersArchitekten BDA

Lange Straße 3

49080 Osnabrück

Telefon: 0541 98130-0

Telefax: 0541 99130-40

reindersarchitekten@t-online.de

www.reindersarchitekten.de

Bauweise:

Massivbauweise

Fertigstellung:

2009

Produkt:

Kalksandstein 24 cm

Sonstiges:
Schule | Hochschule (Passivhaus Neubau)
Projektbeschreibung: Die Herman-Nohl-Schule in Osnabrück ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“. Daher gab es, abweichend von anderen Schulen, zusätzliche Anforderungen an das Raumprogramm. Eine wesentliche Vorgabe war die konsequente Trennung von Primar- und Sekundarbereich. Der Neubau sollte eine Schule werden, die den Anforderungen der Zukunft gerecht würde. Der Rat der Stadt Osnabrück entschied sich im Juli 2008 dafür, ein Gebäude im Passivhausstandard unter besonderer Berücksichtigung der Raumluftqualität errichten zu lassen. Der Baukörper ist mit den Aufenthaltsräumen nach Süden ausgerichtet, wobei die separaten Gebäudeflügel für Primar- und Sekundarbereich durch eine zentrale Aula verbunden sind, die sich multifunktional als Pausenhalle, Mensa, Cafeteria oder für Veranstaltungen nutzen lässt.
Bauort: D-49088 Osnabrück (Niedersachsen)
Anzahl Wohn- / Nutzeinheiten: 1
Energiebezugsfläche nach PHPP: 3260 m²
Konstruktion: Massivbau
Außenwand: 15 mm Innenputz 240 mm Stahlbeton/Kalksandsteinmauerwerk 300 mm WDVS EPS 032 10 mm Außenputz U-Wert = 0,1 W/(m²K)
Kellerdecke / Bodenplatte: 500 mm Glasschaumschotter 450 mm Stahlbeton 40 mm PSP Dämmung 040 20 mm Trittschalldämmung 040 84 mm Estrich 6 mm Kautschukbelag
Dach: Pultdach: 2x13 mm Gipskarton 40 mm Mineralwolle Installationsebene 040 25 mm OSB Platte 406 mm Zellulosedämmung 040 16 mm Schalung/Unterdach Flachdach: 220 mm Stahlbeton 10 mm Abdichtung DDA Schicht 330 mm (im Mittel) EPS Gefälledämmung 20 mm Abdichtung flächengewichterer Mittelwert: U-Wert = 0,09 W/(m²K)
Fensterrahmen: Gutmann, Raico, MIRATHERM PH68, RAICO Therm + H-I Holz/Alu Fassadensystem Raico Therm; Rahmenprofile aus Holz/PU/Holz-Verbundmaterial mit Dämmschalen aus Alu/PS-Hartschaum/Kunsstoff-Verbundmaterial Uw-Wert = 0,81 W/(m²K)
Verglasung: Dreifach-Verglasung 40 mm, Fabrikat: UNIGLAS TOP 0,6; Aufbau 4/16/4/16/4 Füllung Argon Ug-Wert = 0,6 W/(m²K) g-Wert = 52 %
Eingangstür: Rahmenprofile aus Holz/PU/Holz-Verbundmaterial mit Dämmschalen aus Alu/PS-Hartschaum/Kunsstoff-Verbundmaterial Ud-Wert = 0,79 W/(m²K)
Lüftung: Menerga, 641001 Zwei Lüftungsanlagen Menerga 641001 mit Regenerativ-Wärmetauscher; Beide Gebäudetrakte, Primar- und Sekundarbereich, werden jeweils von einer eigenen Lüftungsanlage versorgt. Die Regelung der Anlage erfolgt über Temperatur- und CO2-Fühler in jedem Raum. Es wird jeweils pro Anlage eine zentrale Zulufttemperatur einreguliert, die Raumregelung erfolgt dann über Drosselklappen. Eine sommerliche Nachtkühlung ist vorgesehen. Das Gebäude wird nicht klimatisiert.
Heizung: Brennwertkessel - Remeha Quinta 65; Beheizung über Zuluf zur Versorgung der Lüftungsanlage: Die zwei Lüftungs-Geräte sind jeweils mit einem Heizregister ausgestattet, mit dem die Zulufttemperatur bei Bedarf erhöht werden kann. Die Heizregister werden vom installierten Brennwertkessel versorgt. Um auch die weiter außen liegenden Räume mit höherem Wärmebedarf ausreichend mit warmer Zuluft versorgen zu können, sind dort zusätzlich zwei Nachheizregister in den Zuluftkanal eingebaut.
Warmwasser: Aufgrund des geringen Bedarfes keine zentrale Warmwasserbereitung. In den Klassenräumen ist nur Kaltwasser installiert. Dort wo Warmwasser benötigt wird, sind entweder Über- oder Untertischspeicher installiert. Zusätzlich gibt es zwei Durchlauferhitzer für eine Bedarfsdusche und einen Fachraum.
Luftdichtheit: n50 = 0,44/h
Ökologische Aspekte: Photovoltaikanlage auf dem Pultdach: 90 kWp
Heizwärmebedarf: 13 kWh/(m²a) berechnet nach PHPP
Gebäudeheizlast: 12 W/(m²) berechnet nach PHPP
Primärenergiebedarf: 93 kWh/(m²a) Wohn-/Nutzfläche für Heizung, Warmwasser, Hilfs- und Haushaltsstrom berechnet nach PHPP

 

www.passivhausprojekte.de

 
Ansprechpartner:

KS ORIGINAL

KS-West e.V.
Barbarastr. 70
46282 Dorsten
Tel.: 0 23 62 /95 45-0
Fax: 0 23 62 /95 45-25
info@ks-west.de
www.ks-west.de

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