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    Werkberichte sind Beschreibungen des Bauvorhabens durch den Architekten.



Gemeinde- und Gesundheitszentrum

Alt und neu im Einklang

Einfach abreißen oder einer neuen Nutzung zuführen? Vor dieser Aufgabe stand die Gemeinde Leinburg im Jahr 2002, als die letzten Schüler das alte Schulhaus verließen. Heute beherbergt das Gemeinde- und Gesundheitszentrum Räume für die Volkshochschule und Vereine und Praxen für Dienstleister im Healthcare-Sektor. Für Leinburg ist es das bedeutendste Bauprojekt der letzten Jahrzehnte. Nicht zuletzt, weil es den verantwortlichen Architekten gelungen ist, den alten Jugendstil-Bau aus dem Jahr 1902 zu erhalten.

 

Gemeinde- und Gesundheitszentrum

Lange Entwicklungsphase

Ein Bürgersaal, ein Museum, eine Bücherei – im Vorfeld hatte man viel vor mit dem alten, seit 2002 leer stehenden Schulhauskomplex. Eine Bürgerbefragung brachte dann Gewissheit über eine Nutzung des Gebäudes, die der Gemeinde wirklich zugute kommt. 2009 wurden die ersten Entwürfe eingereicht. 2012 entschied sich die Gemeinde Leinburg für das nun realisierte Gemeinde- und Gesundheitszentrum. Der Neubau wurde binnen 1½ Jahren gebaut. Zeitgleich wurde das alte Schulhaus aufwändig generalsaniert. Anfang 2016 wurde alles eingeweiht.

Ort der Begegnung

Im neuen Gemeinde- und Gesundheitszentrum treffen nicht nur historische und neue Bausubstanz aufeinander. Auch jung und alt begegnen sich an diesem Ort, der unter anderem von der Volkshochschule genutzt wird. Knapp 4,6 Millionen Euro investierte die Gemeinde in die Sanierung und den Neubau, in dem heute eine Allgemeinarzt-, Zahnarzt-, Physiotherapie- und Massagepraxis und die Diakoniestation Leinburg ansässig sind.

Herausforderungen am Bau

Gerade der Altbau musste energetisch und technisch aufgerüstet und modernisiert werden. Dabei wurde nicht nur die Haustechnik auf den neuesten Stand gebracht, auch die Fenster wurden ausgetauscht und die Außenwände komplett mit Innendämmung versehen.

 

Modernes Gesundheitszentrum

Hell, freundlich und modern: Das neue Gesundheitszentrum besticht durch eine klare, puristisch gehaltene Architektur und neuzeitliche Standards. Es passt sich den Bedürfnissen der einzelnen Mieter an. Auch der Verbindungsbau, der eine Brücke zwischen dem ehemaligen Schulhaus und dem Neubau schlägt, passt perfekt in das Gesamtbild und beherbergt ein großzügiges Foyer, das als verbindendes Begegnungszentrum genutzt werden kann.

Modernisierte Bausubstanz

Eine Fassade aus Kalksandstein, das war Anfang des 20. Jahrhunderts im Nürnberger Land schon etwas Besonderes. Mit den heutigen Kalksandstein-Plansteinen haben die Abmessungen der damaligen Mauersteine aber wenig zu tun. Das sogenannte Reichs-Format weicht von den heutigen Maßen ab. Dieses Steinformat von damals wird heute nicht mehr hergestellt. Zum Glück konnte ein Teil der Steine anderweitig gewonnen werden: Im Dachgeschoss wurden einige Wände herausgenommen, deren Steine sich nun in der Fassade wiederfinden. Das freigelegte Dachtragewerk ist dabei Zeugnis fränkischer Zimmermannskunst.

 

Projektdaten
Nichtwohnbau: sonstige Objekte des Nichtwohnbaus
91227 Leinburg
Außenwand: Wärmedämmverbundsystem
Vorhangfassade
Bauvorhaben:

Neubau eines Gemeindezentrums

Bauherr:

Gemeinde Leinburg

Bauunternehmer:

Rödl GmbH, Bauunternehmen, Nürnberg

Generalunternehmer:

Fischer Planen und Bauen GmbH, Feucht

Bauweise:

Kalksandstein, Außenwände mit Wärmedämmverbundsystem und Teilflächen mit vorgehängter Fassade

Fertigstellung:

2015

Produkt:

KS-Planstein

 
Ansprechpartner:

KS ORIGINAL

KS-Bayern e.V.
Rückersdorfer Str. 18
90552 Röthenbach a.d. Pegnitz

Tel.: 0911 5406030
Fax: 0911 5406039

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