Nicht weniger Qualität, sondern weniger Aufwand auf dem Weg dorthin.
Mit dem BauCode tritt in dieser Woche in Nordrhein-Westfalen eine reformierte Landesbauordnung in Kraft, die an mehreren Stellen dort ansetzt, wo Bauherren, Planer und Unternehmen seit Jahren Zeit, Nerven und Geld verlieren.
Im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren gilt grundsätzlich eine Entscheidungsfrist von sechs Wochen. Unter bestimmten Voraussetzungen greift künftig eine Genehmigungsfiktion. Der bauaufsichtliche Prüfkatalog wird klarer begrenzt, die Genehmigungsfreistellung erweitert und Umbauten sowie Umnutzungen im Bestand werden erleichtert.
Auch bei technischen Regeln geht Nordrhein-Westfalen einen wichtigen Schritt: Bauordnungsrechtlich kommt es stärker auf die definierten Schutzziele und die eingeführten Technischen Baubestimmungen an. Gleichwertige Lösungen erhalten mehr Raum.
Das ist aus Sicht der Kalksandsteinindustrie der richtige Ansatz.
Denn wirtschaftlicher Wohnungsbau entsteht nicht dadurch, dass wir Anforderungen an Sicherheit und Funktion reduzieren. Er wird dann wieder möglich, wenn wir unnötige Prüfungen, Doppelstrukturen und Vorgaben vermeiden und den Beteiligten wieder mehr Verantwortung zutrauen.
die wichtigsten Neuerungen im Detail
Entscheidend ist jetzt der Vollzug. Sechs Wochen Genehmigungsfrist im Gesetz helfen nur dann, wenn daraus auch sechs Wochen in der Praxis werden.
Und klar ist ebenso: Der BauCode löst nicht die gesamte Wohnungsbaukrise. Finanzierung, Grundstückskosten und hohe Baukosten bleiben.
Aber Nordrhein-Westfalen beseitigt konkrete Hemmnisse. Genau solche Schritte brauchen wir.
digitale Synopse zur novellierten Landesbauordnung NRW der Architektenkammer NRW, der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen und des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen
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