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Öffentlichkeitsarbeit | Markt- und Bauwirtschaft
31.03.2026

„In einem Umfeld mit steigenden Kosten und viel Unsicherheit braucht der Wohnungsbau vor allem eines: klare, verlässliche Rahmenbedingungen!“

Die aktuellen Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. senden ein klares Signal: Der Abwärtstrend im Wohnungsbau hält an und trifft insbesondere die Projektentwicklung mit voller Wucht.

Roland Meißner, Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.

Was bedeutet das für unsere Branche – und für die dringend benötigten Wohnungen?

Ralph Henger und Prof. Michael Voigtländer zeigen in ihrer aktuellen Studie:

▪️ Projekte werden verschoben oder ganz gestoppt
▪️ Finanzierungsbedingungen bleiben angespannt
▪️ Kostenunsicherheit bremst Investitionen nachhaltig

Diese Entwicklung kommt nicht überraschend – sie bestätigt vielmehr das, was wir in der letzten Woche beim Wohnungsbau-Tag 2026 in Berlin intensiv diskutiert haben: Ohne verlässliche Rahmenbedingungen wird der dringend benötigte Aufbruch im Wohnungsbau ausbleiben.

die Studie „Aktuelle Ergebnisse des ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex (ISI). Abwärtstrend setzt sich fort: Erneuter Dämpfer für die Immobilienwirtschaft“ zum Download

Gerade deshalb brauchen wir jetzt Klarheit und Konsequenz in der politischen Ausrichtung:

➡️ Das bis zum 30. Juni befristete EH55-Programm muss verlängert werden.
➡️ Der Regelstandard „Erleichtertes Bauen SH“ hat sich als effizienter Weg zur Baukostensenkung erwiesen. Weitere Bundesländer sollten ähnliche Wege beschreiten.
➡️ Effizientes Bauen darf nicht durch zusätzliche Komplexität ausgebremst werden.

Hinzu kommt ein weiterer Faktor, der das Potenzial hat, die Lage gefährlich zu verschärfen: steigende Energiekosten infolge geopolitischer Spannungen, aktuell durch den Iran-Konflikt. Sie treffen die Bau- und Baustoffindustrie direkt und wirken entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Im Ergebnis sehen wir eine gefährliche Kombination aus Kostenanstieg, Investitionszurückhaltung und regulatorischer Unsicherheit.

Unser gemeinsames Ziel bleibt klar: mehr bezahlbarer Wohnraum. Doch dieses Ziel erreichen wir nur, wenn Politik und Branche jetzt an einem Strang ziehen – mit klaren, stabilen Rahmenbedingungen und einem realistischen Blick auf das Machbare. Der Wohnungsbau braucht keinen weiteren Dämpfer. Er braucht Verlässlichkeit!