Bundesverband Kalksandsteinindustrie e. V.
Aktuelles vom Bundesverband Kalksandsteinindustrie e. V. 15.06.2018 print

Kalksandsteinabsatz steigt im dritten Jahr in Folge

+++ Rd. 2,4 Prozent mehr Kalksandsteine abgesetzt
+++ Aussichten für 2018 weiterhin positiv
+++ Erfolgreicher Start in das Programm "Akademische Nachwuchsförderung"
+++ Jochen Bayer als Vorstandsvorsitzender wiedergewählt
+++ Rudolf Dombrink neuer stellv. Vorsitzender

„Die deutsche Kalksandsteinindustrie schließt das vergangene Jahr bereits im dritten Jahr in Folge mit einer positiven Entwicklung ab. Die Kalksandsteinabsätze stiegen 2017 bundesweit um rund 2,4 Prozent, bei regionalen Unterschieden. Wir hatten also durchaus ein ordentliches Jahr“, eröffnet Jochen Bayer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Kalksandsteinindustrie e.V. (BV KSI), die Mitgliederversammlung am 8. Juni 2017 in Hamburg

Jochen Bayer, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Kalksandsteinindustrie e. V., begrüßt die Teilnehmer der Jahrestagung in Hamburg.
Foto: Henning Stauch/Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.

"Wir gehen davon aus, dass die Entwicklung im laufenden Jahr weiter positiv bleibt. Grund dafür ist der große Bauüberhang von genehmigten, aber bisher nicht realisierten Objekten", führt Bayer weiter fort. "Diese Wohnungen werden, vor allem in Ballungsgebieten und Metropolregionen, dringendst benötigt." Deshalb bleibe die Kalksandsteinindustrie auch für das Jahr 2018 optimistisch und prognostiziert ein Absatzplus von etwa zwei Prozent.

"Nicht nur der Wohnungsbedarf ist ein Grund für unsere Prognose. Auch das immer noch sehr niedrige Zinsniveau, eine gute Einkommens- und Arbeitsplatzentwicklung oder der Mangel an attraktiven sonstigen Anlagemöglichkeiten sind Gründe für die weiter anhaltende positive Entwicklung im Bausektor", ergänzt Roland Meißner, Geschäftsführer BV KSI.

Gleichzeitig stellt sich die Kalksandsteinindustrie in 2018 den wesentlichen Herausforderungen, die künftig den konstruktiven Mauerwerksbau maßgeblich beeinflussen werden. Hier ist insbesondere die politische Einflussnahme zur "Förderung des Bauens mit Holz" zu nennen. "Bereits seit Jahren nehmen verschiedene Umweltministerien, wie z. B. in Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, öffentlich politische Pro-Holz-Positionen ein, die nicht länger hinzunehmen sind. Im engen Schulterschluss mit anderen Mauerwerksverbänden werden wir dieser Wettbewerbsverzerrung und einseitigen politischen Einflussnahme mit wissenschaftlich fundierten, ökologischen, wirtschaftlichen wie auch konstruktiven Daten und Fakten und mit Nachdruck entgegentreten", erläutert Meißner. Als Anbieter einer breiten Produktpalette mit allen gängigen Mauersteinformaten, Sonderprodukten wie auch wirtschaftlichen Bausystemen für zukunftsorientierte und multifunktionale Mauerwerkskonstruktionen, sei sich die Kalksandsteinindustrie ihrer maßgebenden Rolle im Rohbausegment bewusst und wird diese insbesondere mit Blick auf den Wettbewerber Stahlbeton im Jahr 2018 ausbauen. "Unsere Industrie verfügt über bewährte Lösungskonzepte sowie solide Bautechniken, die sich durch eine hohe Anwendungs- und Konstruktionsflexibilität auszeichnen", fasst Meißner zusammen.

Doch die Aktivitäten am Bau verpuffen leider, wenn es in Zukunft keine Fachleute mehr gibt, die Bauvorhaben mit Mauerwerk planen können. Aus diesem Grund hat die Kalksandsteinindustrie das Strategiekonzept "Auf die Entscheider von morgen bauen!" entwickelt und bereits erfolgreich mit den ersten Maßnahmen begonnen. "Ziel ist es, den Nachwuchs unserer Zielgruppen – zunächst Studierende der Fachrichtungen Bauingenieurwesen und Architektur – mit Mauerwerk im Allgemeinen und Kalksandstein im Speziellen vertraut zu machen", berichtet Katharina Lennig, die seit Oktober 2017 als Koordinatorin der akademischen Nachwuchsförderung für den BV KSI tätig ist. "Erste Gespräche mit Professoren und Studenten an verschiedenen Hochschulen und Universitäten waren sehr vielversprechend. Wir arbeiten mit Nachdruck daran, dass die Mauerwerkslehre zukünftig wieder mehr Beachtung im Lehrplan findet."

Durch die Mitgliederversammlung in Hamburg wurde auch der Vorstand des BV KSI neu gewählt. Alter und neuer Vorsitzender ist Jochen Bayer, Geschäftsführer E. Bayer Baustoffwerke GmbH + Co. KG. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Rudolf Dombrink, Geschäftsführer Rodgauer Baustoffwerke GmbH & Co. KG, gewählt. Mit Tilo Hahn, Geschäftsführer Heidelberger Kalksandstein GmbH/H+H Group und Jan Diedrich Radmacher, Geschäftsführer Kalksandsteinwerk Wendeburg Radmacher GmbH & Co.KG, verstärken  zwei erfahrene "Kalksandsteiner" zukünftig erstmals den Vorstand mit ihrem Know-how. Insgesamt gehören dem neuen Vorstand neun Persönlichkeiten aus der Kalksandsteinindustrie an.

Der neue Vorstand des Bundesverbands Kalksandsteinindustrie e.V.: (v. l. n. r.) Tilo Hahn, Geschäftsführer Heidelberger Kalksandstein GmbH/H+H Group; Dr. Hannes Zapf, Persönlich haftender Gesellschafter Zapf KG; Patrik Polakovič, CEO Xella Middle Western Europe (Germany, Switzerland); Frederic Dörliz, Geschäftsführer Nord-KS GmbH & Co. KG; Jochen Bayer, Vorstandsvorsitzender BV KSI sowie Geschäftsführer E. Bayer Baustoffwerke GmbH + Co. KG; Jan Diedrich Radmacher, Geschäftsführer Kalksandsteinwerk Wendeburg Radmacher GmbH & Co.KG; Rudolf Dombrink, stellv. Vorstandsvorsitzender BV KSI sowie Geschäftsführer Rodgauer Baustoffwerke GmbH & Co. KG; Bernhard Göcking, Geschäftsführer Emsländer Baustoffwerke GmbH & Co. KG; Dr. Hans Georg Leuck, Geschäftsführer BMO KS-Vertrieb BIELEFELD-MÜNSTER-OSNABRÜCK GmbH & Co. KG und Roland Meißner, Geschäftsführer BV KSI.
Foto: Henning Stauch/Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.

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30419 Hannover

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